Cybermobbing

Fachtag zum Thema Cybermobbing Nordmagazin 
15.05.2014 19:30 Uhr

Viele Jugendliche werden im Internet gemobbt.
In Rostock haben Opferhilfe, Weißer Ring und die Universität gezeigt, 
was man ganz praktisch gegen Cybermobbing tun kann.

Hier gehts zum Beitrag des NDR >>

„BEA – eine phantastische Revue Über Cyber- Mobbing“

Die Beratungsstelle für Betroffene von Straftaten Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat in Kooperation mit den Künstlerinnen Bärbel Röhl, Anne Didering und Uschi Marr das Theaterstück „Bea - eine phantastische Revue über Cyber-Mobbing“ erarbeitet.
Die Opferhilfe hat sich nicht zufällig für dieses aktuelle Thema entschieden. Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse (2011) sind in Deutschland 32 % der Jugendlichen von Cyber-Mobbing betroffen.* 
Die Folgen für die Opfer sind oft traumatisch. Besonders die Machtlosigkeit und Hilflosigkeit macht den Opfern lange zu schaffen. Der andauernde Terror kann zu psychosomatischen Beschwerden, Rückzug und Vereinsamung, Anpassungsschwierigkeiten und Depressionen führen. Cybber-Mobbing kann jeder Zeit und überall erfolgen. Besonders schwerwiegend sind die Folgen, wenn Fotos oder Videos, über die Medien verbreitet werden.
Im Schulzentrum Kühlungsborn fanden am 02. und 03.09.2013 drei Aufführungen statt. Gefolgt von drei Aufführungen in Burg Stagardt, Neubrandenburg und Friedland am 04. und 05.09.2013. Insgesamt 510 Schülerinnen und Schüler der 5., 6. und 7. Jahrgangsstufen sahen sich gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern die Vorführungen an.

Im Mittelpunkt des Theaterstücks steht das junge Mädchen Bea. Bea leidet, denn jemand hat manipulierte Fotos von ihr ins Internet gestellt. Sie verliert ihre Freunde und bekommt schlechte Noten in der Schule. Mit ihren Eltern kann sie nicht reden, weil sie sich schämt und in der Schule zeigen alle mit dem Finger auf sie. Eines Tages verschwindet Bea´s beste Freundin. Bea scheint wie ausgewechselt. Was steckt dahinter? Gemeinsam ermitteln Kommissarin Reichelt und der Affe Hugo, der Bea´s Gewissen spielt. Sie gehen den Geschehnissen mit Musik, Gesang und Tanz auf den Grund.

Sehr gefühlvoll werden die Leiden und Ängste des Opfers dargestellt. Die Hilflosigkeit und der Frust, der aus Bea dem Opfer, Bea die Täterin werden lässt, bietet Anlass zu Diskussionen. Das Gastspiel zeigt unterschiedliche Lösungsansätze auf, die im Anschluss an die Vorführung mit den Schülern besprochen wurden.

 

* Cyberlife – Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr, Cybbermobbing bei Schülerinnen und Schülern; 
Eine Empirische Bestandsaufnahme bei Eltern, Lehrkräften und Schülern/innen in Deutschland; Karlsruhe, Mai 2013